erwartungen JMus

„Wenn die Nachricht wichtig ist, dann wird sie mich finden.“ So zitierte 2008 die „New York Times“ einen amerikanischen Studenten, der von einer Medienforscherin zu seinem Mediennutzungsverhalten im Alltag befragt wurde. (http://t3n.de/magazin/media-future-netz-selbermacher-228576/)

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Wo beginnt Journalismus? Die Grenze ist fließend

Der Pakistani Sohaib Athar, der in Abbottabad unter seinem Twitternamen @ReallyVirtual – ohne es zu wissen – den Angriff der US-Marines auf Osama Bin Ladens geheime Festung live twitterte, ist auch kein Journalist, sondern Programmierer. Er tat aber das, was jeder gute Reporter tut: Er erkannte, dass ein ungewöhnliches Ereignis passierte (fremde Hubschrauber über der Stadt) und teilte seine Beobachtungen der Öffentlichkeit mit. Im Laufe der Nacht verfolgte er außerdem, was andere Twitterer vor Ort mitteilten, übersetzte ihre Tweets ins Englische und kommentierte, ob er die jeweiligen Nachrichten für glaubwürdig hielt. Er übernahm somit als Amateur noch weitere journalistische Aufgaben: Nachrichten einordnen, filtern und bewerten – was inzwischen auch „kuratieren“ genannt wird. Athars Handlungen unterschieden sich – zumindest in jener Nacht – nicht wesentlich von denen professioneller Journalisten. Mit einem Unterschied: Alles begann bereits Stunden bevor klassische Medien über die Ereignisse der Nacht erstmals berichteten [3] .

Natürlich gibt es eine riesige Grauzone zwischen den „random acts of journalism“ von Bürgern und dem professionellen Medienbetrieb. Auch Menschen ohne journalistische Ausbildung können anstreben, mit ihren veröffentlichten Inhalten „groß rauszukommen“, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten oder auch nur neben ihrem eigentlichen Beruf ein wenig nebenher zu verdienen. Der Unterschied zu noch vor 10 oder 15 Jahren: Das Netz bietet erstmals jedem Self-Publishing-Aspiranten die Chance, seine Träume oder Pläne zu verwirklichen, denn die Werkzeuge (Handy, Webcam, Digicam, Notebook) sind in den vergangenen Jahren immer erschwinglicher geworden. Und die Plattformen (Open-Source-CMS und -Blogsoftware, Twitter, Facebook, YouTube, E-Publishing-Plattformen) stehen ohnehin größtenteils gratis zur Verfügung. Der Journalist und Blogger Richard Gutjahr erklärte im vergangenen Frühjahr auf seinem Blog, wie man für weniger als 100 Euro ein iPhone 4 in eine komplette HD-taugliche Multimediaausrüstung für das Netz verwandeln kann [4] . (http://t3n.de/magazin/media-future-netz-selbermacher-228576/)